Akkus sind die Energiequelle deiner FPV-Drohne – ohne sie hebt kein Copter ab. Im FPV-Bereich kommen vor allem zwei Akku-Typen zum Einsatz: Lithium-Polymer (LiPo) und Lithium-Ionen (Li-Ion) Akkus. Beide haben unterschiedliche Stärken und Einsatzbereiche, aber eines haben sie gemeinsam: Sie erfordern sorgfältige und sichere Handhabung.
In diesem Kapitel lernst du die wichtigsten Unterschiede, Begriffe und vor allem Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit diesen Akkus kennen.
| Merkmal | LiPo | Li-Ion |
|---|---|---|
| Bauform | Flach, weich (oft im Schrumpfschlauch) | Zylindrisch (ähnlich AA-Batterien) |
| Energiedichte | Niedriger | Höher (längere Flugzeit möglich) |
| Belastbarkeit (C-Rate) | Sehr hoch (ideal für hohe Ströme) | Geringer (besser für gleichmäßige Lasten) |
| Einsatzgebiet | Race- und Freestyle-Copter | Long-Range-Setups |
| Empfindlichkeit | Höher (besonders beim Laden) | Etwas robuster |
Akkus tragen meist eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben – diese geben dir wichtige Informationen:
Zellenanzahl (z. B. „4S“)
Die Anzahl der Zellen im Akku, die jeweils etwa 3,7 V Nennspannung haben.
Ein „4S“-Akku hat also 4 Zellen in Serie → 14,8 V (4 × 3,7 V).
Je mehr Zellen, desto höher die Spannung was mehr Leistung, aber auch mehr Belastung für Komponenten bedeutet.
Kapazität (z. B. „1500mAh“)
Gibt an, wie viel Energie der Akku speichern kann.
1500mAh = 1,5 Ah → reicht bei durchschnittlicher Belastung (z. B. 30A) für etwa 3 Minuten Flugzeit.
Höhere Kapazität = längere Flugzeit, aber auch mehr Gewicht.
Entladestrom / C-Rate (z. B. „100C“)
Die C-Rate sagt aus, wie viel Strom der Akku kurzfristig liefern kann.
Beispiel: 1500mAh * 100C = 150A Maximalstrom.
Faustregel: Ein guter FPV-LiPo sollte mind. 70–100C liefern können.
Beispielbezeichnung:
„Tattu R-Line 4S 1300mAh 120C“: Ein leistungsstarker 4-Zellen-LiPo für Freestyle- oder Racing-Drohnen der einen Spitzenstrom von 156A liefern kann.
Sicherheit
Der sorgfältige und verantwortungsvolle Umgang mit Lithium-basierten Akkus ist im FPV-Bereich besonders wichtig, denn falsch geladene oder beschädigte Akkus können im schlimmsten Fall Feuer fangen oder explodieren. Deshalb sollte man von Anfang an bestimmte Grundregeln beachten – sowohl beim Laden, Lagern als auch im täglichen Gebrauch.