Bis auf das Videosystem ist jetzt alles eingestellt. Aber ohne Video macht das Ganze nur halb so viel Spaß. Je nachdem ob du einen analogen oder digitalen Videosender hast, unterscheidet sich die Einrichtung. Fangen wir mit dem analogen an:

Analogen VTx einrichten:

Die Einrichtung funktioniert nur, wenn du beim Firmware-Build auch die Option VTX ausgewählt und geflasht hast. Ansonsten fehlt dir der Tab Videosender, in den du jetzt wechselst. Wird dir hier nichts angezeigt, was eigentlich immer der Fall ist, es sei denn der VTx ist in der AiO integriert, benötigst du den passenden VTx-Table für deinen Videosender. Suche über eine Suchmaschine einfach der Modellbezeichnung deines VTx und füge VTx-Table zur Suche hinzu. Oder du suchst auf der Herstellerseite danach.

Hast du die entsprechende .json-Datei für deinen VTx herunterladen können, klicke unten rechts im Tab Videosender auf Aus Datei laden und öffne die entsprechende Datei. Es sollte dir jetzt angezeigt werden, welche Bänder, Kanäle und Leistungsstufen zur Verfügung stehen. Wenn du die Konfiguration der SmartAudio oder IRC-Tramp Schnittstelle (Tab Anschlüsse) richtig gemacht hast, wird dir ein Auswahlmenü angezeigt, indem du Band, Kanal und Sendeleistung in den entsprechenden Dropdownmenüs auswählen kannst. Betaflight kann somit über SmartAudio oder IRC-Tramp mit dem VTx kommunizieren, sodass du über den Konfigurator oder in der Brille Einstellungen am VTx ändern kannst.

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Digitalen VTx einrichten:

Für eine O3-, O4-Air Unit oder einen Walksnail VTx, gestaltet sich die Konfiguration sehr simpel. Wechsele in den Presets Tab, gib „OSD for“ in die obere Suchleiste ein und klicke auf die Kachel. Jetzt kannst du über das Dropdownmenü auswählen, an welchem UART die Tx- und RX-Kabel deiner Air Unit angelötet wurden. Anschließend auf Auswählen klicken, Speichern und Neustarten und durch das Preset werden alle Einstellungen angepasst, damit das OSD auch mit deinem digitalen-System funktioniert.

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OSD einrichten:

Das On-Screen Display (OSD) in Betaflight ermöglicht es, wichtige Fluginformationen direkt im FPV-Bild einzublenden. Damit hast du während des Flugs jederzeit Zugriff auf Werte wie Akkuspannung, Flugzeit, Signalstärke oder GPS-Daten, ohne den Blick vom Flugbild abwenden zu müssen. Um das OSD einzurichten, verbindest du den Flight Controller mit dem Betaflight Konfigurator und öffnest den Reiter „OSD“. Falls dort keine Einstellmöglichkeiten erscheinen, liegt es möglicherweise daran, dass deine Flugsteuerung kein integriertes OSD besitzt. In diesem Fall benötigst du ein externes OSD-Modul oder ein Videosender-Modul (VTX) mit integriertem OSD-Chip.

Im OSD-Tab kannst du aus einer Vielzahl an Elementen auswählen, die im Bild angezeigt werden sollen. Jedes Element steht für eine bestimmte Information, etwa die Hauptakku-Spannung, aktuelle Flugzeit, den verwendeten Flugmodus, die Empfangsstärke (RSSI) oder die Stromaufnahme. Wenn ein GPS-Modul angeschlossen ist, lassen sich zusätzlich Höhe, Geschwindigkeit, Entfernung zum Startpunkt und die Richtung nach Hause einblenden. Du solltest nur jene Werte aktivieren, die du während des Flugs tatsächlich benötigst – ein überladenes OSD kann ablenken und die Übersicht verschlechtern. Die ausgewählten Elemente können direkt im Vorschaufenster des OSD-Tabs mit der Maus an die gewünschte Position verschoben werden. Dabei ist zu beachten, dass die Darstellung in der Vorschau leicht vom tatsächlichen FPV-Bild abweichen kann. Feine Positionsanpassungen lassen sich bequem später über das In-Flight-OSD-Menü im Flug vornehmen.

Eine weitere Besonderheit des Betaflight-OSD ist die Möglichkeit, es vor dem Flug zu konfigurieren. Das sogenannte In-Flight-OSD-Menü lässt sich aufrufen, indem du bei mittlerem Gas den Yawstick nach links und den Pitchstick nach vorne hältst. Im Menü navigierst du mit dem Pitch- und Yawstick, während du mit dem Rollstick Werte veränderst oder Optionen auswählst. Auf diese Weise kannst du Positionen und aktivierte Elemente auch unterwegs anpassen, ohne den Copter neu mit dem Computer verbinden zu müssen.

Für ein optimales OSD-Layout empfiehlt es sich, wichtige Werte wie die Akkuspannung oder Warnhinweise gut sichtbar, aber nicht zu dominant am oberen oder unteren Bildrand zu platzieren. Warnmeldungen sollten so eingestellt sein, dass sie im Notfall sofort ins Auge springen, aber den Flug nicht unnötig stören. Vor längeren oder anspruchsvollen Flügen lohnt sich ein kurzer Test unter realen Bedingungen, um sicherzugehen, dass alle Werte korrekt angezeigt werden und keine Elemente das Sichtfeld beeinträchtigen. Richtig konfiguriert ist das OSD ein unverzichtbares Werkzeug, das dir hilft, sicherer zu fliegen, Schäden am Akku zu vermeiden und auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten.