GPS-Rescue sorgt dafür, dass dein Copter zum Startpunkt zurückfliegt. Entweder wenn die Funkverbindung abreißt oder du unter Modi einen Schalter für GPS-Rescue konfiguriert hast. Damit der Copter bei einem Funkabriss selbstständig zurückfliegt, musst du im Reiter Failsafe, Stufe zwei von sofortiges Abschalten und unkontrolliertes Abstürzen auf GPS-Rettung umschalten. Leider ist das noch nicht alles. Viele Punkte, die eingestellt werden können sind selbsterklärend, die wichtigsten Einstellungen gehen wir dennoch durch.
Den Höhenmodus solltest du, je nachdem wo du fliegst, passend einstellen. Steht dieser auf Maximale Höhe steigt der Copter auf die maximal erreichte Höhe während des Flugs, bevor er zum Startpunkt zurückkehrt. Das garantiert, dass beim Rückflug mögliche Hindernisse überflogen werden. Das kann jedoch hinderlich sein, wenn zum Beispiel long Range in die Berge geflogen wird, der Verbindung auf dem Rückflug abreißt oder du den Copter zurückfliegen lässt und der Copter dann wieder auf die Höhe des Gipfels steigt, obwohl du schon wieder fast am Boden bist.
Fixed Höhe bedeutet, dass du vorher einstellen kannst, in welcher Höhe der Copter zurückkehren soll. Auch das sollte dann entsprechend dem jeweiligen Flugszenario angepasst werden.
Derzeitige Höhe sollte sich selbst erklären. Der Copter fliegt auf der Höhe zurück, die zum Zeitpunkt des Failsafes, oder einschalten von GPS-Rescue, gehalten wurde.
Wichtig ist ebenfalls, den Wert für Schwebe-Gasstellung festzulegen. Dadurch wird der Firmware mitgeteilt, mit welchem Gaswert die Motoren angesteuert werden, damit der Copter schwebt. Um diesen Wert herauszufinden, kannst du den Gaswert im OSD anzeigen lassen und merkst dir bei welchem Wert der Copter auf einer Höhe schwebt. Multiplizieren diesen Wert mit dem Faktor 10 und addiere ihn auf den Leerlaufwert von 1000. Zeigt das OSD beim Schweben einen Wert von 23, solltest du unter Schwebe-Gasstellung also 1230 einstellen.
Minimale Distanz zur Startposition legt einen Umkreis um die Startposition fest, aus der der Copter, bei aktiviertem GPS-Rescue, erst in seiner derzeitigen Richtung herausfliegt und die Rettung erst einleitet, wenn dieser Umkreis einmal verlassen wurde.
Bei Mindestanzahl Stelliten legst du fest, wie viele Satelliten vom GPS-Modul gefunden werden müssen, bevor der Copter überhaupt armed. Sechs bis acht Satelliten reichen hier aus. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, dass dein Startpunkt auf wenige Centimeter genau erfasst wird, wähle mehr.
Den Slider Armen ohne GPS-Fix solltest du nicht einschalten. Denn dann kann dein Quad starten, ohne einen Startpunkt gefunden zu haben, was zur Folge hat, dass GPS-Rescue nicht funktionieren wird. Das solltest du also nur aktivieren, wenn du beim Flug definitiv kein GPS-Rescue benötigst.
Bevor du dich darauf verlässt, musst du Rescue unbedingt testen. Fliege dazu in sicherer Umgebung, warte, bis du ausreichend Satelliten empfangen hast, und schalte den Modus manuell über deinen Schalter ein. Beobachte genau, ob dein Copter stabil bleibt und die Nase in Richtung des Home-Punkts dreht. Erst wenn dieser Test mehrmals funktioniert hat, solltest du dich darauf verlassen, dass Rescue dich im Ernstfall wirklich rettet.