Der Flugschreiber in Betaflight – oft auch Blackbox genannt – ist ein Werkzeug, mit dem du deine Flüge im Detail aufzeichnen und später analysieren kannst. Gerade wenn du Probleme beim Tuning, unruhige Flugeigenschaften oder unerklärliche Abstürze hast, liefert dir die Blackbox wertvolle Hinweise, was im Flug wirklich passiert. Aber auch wenn du einfach neugierig bist, wie dein Copter intern arbeitet, lohnt sich ein Blick in die Aufzeichnungen.
Damit du den Flugschreiber nutzen kannst, solltest du zunächst prüfen, ob dein Flight Controller einen entsprechenden Speicherchip (Flash) oder einen SD-Karten-Slot besitzt. Manche Controller bieten beides, andere nur eine Variante. Reicht der Platz auf dem Chip nicht aus, ist eine SD-Karte die bessere Wahl, weil du so mehrere Flüge in hoher Detailtiefe speichern kannst.
Die Einrichtung erfolgt im Betaflight Konfigurator über den Reiter Blackbox. Dort kannst du als erstes auswählen, auf welchem Medium die Daten gespeichert werden sollen – also entweder auf Flash oder auf einer eingelegten SD-Karte. Danach legst du fest, wie detailliert die Daten aufgezeichnet werden sollen. Diese „Logging Rate“ bestimmt, wie oft pro Sekunde Daten geschrieben werden. Eine höhere Rate liefert mehr Details, beansprucht aber auch deutlich mehr Speicherplatz. Für das normale Tuning reicht meist eine mittlere Einstellung, während für besonders feine Analysen – etwa beim Filtertuning – eine höhere Rate sinnvoll sein kann.
Sobald die Blackbox aktiviert und unter Modi konfiguriert ist, musst du nichts weiter tun: Jeder Flug wird automatisch aufgezeichnet. Nach der Landung kannst du die Daten im Konfigurator über den gleichen Reiter herunterladen. Alternativ kannst du, falls du eine SD-Karte nutzt, diese einfach entnehmen und die Logdateien auf den Computer kopieren.
Zur Auswertung empfiehlt sich das kostenlose Tool Blackbox Explorer, das speziell für Betaflight entwickelt wurde. Dort kannst du die Logdateien öffnen und in einem übersichtlichen Zeitverlauf betrachten. Du siehst zum Beispiel, wie stark die Gyroskope arbeiten, wie die PID-Regler reagieren oder wie die Motoren belastet werden. Typische Anwendungen sind:
Leistungsüberprüfung: Auch Ströme, Spannungen oder RSSI-Werte können aufgezeichnet werden, um den Copter insgesamt besser zu verstehen.